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Sonntag 25 Juni 2017

Berufsunfähigkeit bei Frauen – Wie sollen wir uns absichern?

Länger haben wir uns mit dem Thema beschäftigt und gerungen, auf wieviel Interesse das Thema Berufsunfähigkeit tatsächlich auf unserem Blog treffen wird. Zudem wollten wir gerne weiterverweisen, weil uns dieses Thema aus aktuellem Anlass immer wieder tangiert und wir wollten, dass ihr alle noch so wichtigen Informationen dazu erhaltet und zwar nicht über werbetreibende Maßnahmen.

Nun haben wir eine Möglichkeit gefunden, heute erfahrt ihr ein paar wichtige Fakten aus erster Hand und könnt euch über die im Artikel befindlichen Link weiterinformieren.
Die Welt Online brachte kürzlich ebenfalls einen wirklich guten Artikel: “Was Frauen bei ihrer Absicherung beachten müssen” raus. Hier erklärt eine Expertin, was gerade bei Frauen beachtet werden muss, will sie sich betreffend einer Berufsunfähigkeitsversicherung beraten lassen!

BU-Versicherung: Auch Frauen müssen vorsorgen

Frauen stehen zunehmend mit beiden Beinen im Leben. Waren sie noch Anfang des 20. Jahrhunderts im Arbeitsleben eine Randerscheinung, sind Frauen inzwischen selbst in den Chefetagen und Führungsebenen vertreten. Mit der zunehmenden Emanzipation auf dem Arbeitsmarkt sind aber auch die Risiken gestiegen, denen sich Frauen gegenübersehen. Dazu gehört die Berufsunfähigkeit als eines der prominenten Risiken.
Gerade der Umstand, dass Frauen oft in Pflegeberufen, als Friseur oder künstlerischen Berufen (Gold-/Silberschmied usw.) arbeiten und dabei mit teilweise allergieauslösenden Substanzen in Berührung kommen oder schweren psychischen Belastungen ausgesetzt sind, macht die Vorsorge gegen die Berufsunfähigkeit zunehmend wichtiger. Schließlich gehen Statistiker inzwischen davon aus, dass jeder vierte Erwerbstätige bis zum Erreichen der Altersrente von Berufsunfähigkeit getroffen wird.

Berufsunfähigkeit – auch für Frauen Thema

Das Argument, beim Einkommen handele es sich nur um einen Hinzuverdienst oder das Geld ist schon so knapp genug, sollte man nicht gelten lassen. Bei nüchterner Betrachtung der Argumente spricht vieles für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Gerade alleinerziehende Frauen müssen vorsorgen, um im Ernstfall nicht gänzlich ohne Einkommen dazustehen. Ein weiterer Punkt: Für alle Frauen unter 50 gibt es nur noch die Hoffnung auf eine Erwerbsminderungsrente, die kaum in der Lage ist, das frühere Einkommen ansatzweise zu decken (Hintergrund: in der gesetzlichen Rentenversicherung gilt Berufsunfähigkeit nur noch für vor dem 1. Januar 1961 geborene Erwerbstätige).
Analog zu ihren männlichen Kollegen sollten Frauen daher ihre Arbeitskraft absichern. Grundsätzlich gelten in diesem Zusammenhang gleiche Regeln. Die Berufsunfähigkeitsversicherung muss sich in ihrer Leistung am individuellen Bedarf orientieren und alle wichtigen Kosten decken. Dazu gehören Versicherungsbeiträge wie auch die laufende Lebenshaltung. Für Frauen gilt auch in Bezug auf das Recht der abstrakten Verweisung ein ähnlicher Grundsatz wie für Männer – es sollte grundsätzlich ausgeschlossen werden.

BU-Versicherung: Für Frauen (noch) teurer

Bei der Suche nach privaten Berufsunfähigkeitsversicherungen taucht immer wieder der Beitrag als Entscheidungskriterium auf. Fakt ist, dass im Bereich der BU grundsätzlich die Leistungen den Ton angeben sollten. Frauen müssen im Vergleich zu Männern nach Einschätzung verschiedener Versicherungsexperten derzeit aber immer noch tiefer in die Tasche greifen – teilweise bis zu 40 Prozent.
Dieser Umstand, dass das Geschlecht zu teureren Tarifen in der Berufsunfähigkeitsversicherung führt, wird ab Ende 2012 allerdings ein Ende haben. Der EuGH hat beschlossen, dass geschlechtsspezifische Unterschiede in den Personenversicherungen dem Gleichbehandlungsgrundsatz widersprechen, es müssen ab 21. Dezember 2012 Unisex-Tarife in die Angebotsliste der Versicherer aufgenommen werden. Zwar gehen Teile der Branche davon aus, dass sich die Tarife gerade für Frauen verbilligen. Ob sich diese Erwartungshaltung letzten Endes tatsächlich erfüllt, bleibt abzuwarten.

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Businessfrau © Barbara Eckholdt / Pixelio

Nichts desto trotz: Die Lebensbedingungen und Belastungen haben sich in den letzten Jahren für alle drastisch verändert. Lasst euch unbedingt gut beraten und schiebt das Thema nicht zu lange vor euch her! Vergesst nicht, dass es jede von uns treffen kann und eine Versicherung (sei dieses Thema auch verschrien) sehr wichtig für eure Existenz sein kann. Macht euch euer eigenes Bild und lasst uns wissen, wie ihr mit dem Thema Berufsunfähigkeit umgeht.

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Leser Feedback

3Reaktion auf “Berufsunfähigkeit bei Frauen – Wie sollen wir uns absichern?”

  1. anita sagt:

    ich frage mich tatsächlich, ob sich eine BUV tatsächlich lohnt im anbetracht der massiven kosten. klar kann immer was passieren, normal sage ich auch “better save than sorry”, aber derzeit gehe ich in dem bereich das risiko noch ein. muss man sich ja auch erst mal leisten können sowas.

  2. Sarahzzo sagt:

    Ich kann dir nur zustimmen.
    Es gibt sicher einige Versicherungen, auf die man gut und gerne verzichten kann aber ich muss aus eigener Erfahrung sagen, dass eine Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung zu meinem persönlichen Must-Have gehören!

  3. Susanne sagt:

    Lustig, das Thema hatten wir gerade beim Mittagessen auch angesprochen. Ich habe kürzlich erst eine BUV abgeschlossen und mich mit der Thematik auseinandergesetzt. Ganz schöner Nervkram. Durch eine Lasik-OP vor ein paar Monaten hat eine Versicherung meinen Antrag zwar angenommen, allerdings schließen sie jegliche Probleme mit den Augen aus. Das war dann auch das aus für die Versicherung ;) Wer also mit dem Gedanken spielt, sich lasern zu lassen, sollte vielleicht vorher noch eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Was danach kommt, ist ja egal, geht nicht mehr in den Vertrag mit ein. Ich denke auch, eine BUV zu haben, macht Sinn. Ist zwar nicht günstig, aber man weiß ja nie, was in den nächsten 40 Arbeitsjahren noch auf einen zukommt.

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