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Montag 27 März 2017

Boreout-Syndrom | Langeweile am Arbeitsplatz macht krank!

Keiner kann es mehr hören, jahrelang berichteten Medien wie Menschen über ihre Burnouts und auf ein mal arbeitete jeder seit Jahren so hart, dass er sich ein richtig schönes Burnout leisten konnte.

Nun fragte man sich, wie es sein kann, dass so viele Menschen zum selben Zeitpunkt unter einer Überarbeitung leiden, berichtete ein Großteil der Arbeitnehmer doch meist über Langweilige, unspektakuläre und herausforderungslose Arbeitstage. Nicht lange hat es gedauert, schon pendelte sich der nächste Trend ein, das Boreout-Syndrom. Hier handelt es sich um eine psychische Erkrankung, ausgelöst durch Unterforderung.

Das Boreout-Syndrom
Harte Arbeit ist es in diesem Fall nicht, die die Menschen krank macht. Es ist die Sinnlosigkeit, die empfunden wird, wenn es auf der Arbeit nie etwas zu tun gibt und Beschäftigung zwanghaft gesucht und vorgetäuscht werden muss. Oft empfinden die Betroffenen eine Art Schuldgefühl, das sich heimlich anschleicht, weil es so aussehen könnte, als sei man faul und desinteressiert. In Wahrheit wünschen sich diejenigen Arbeit und sinnvolle Beschäftigung, denn ist erst einmal die komplette Ablage sortiert, sind die Laufwerke neu struktiriert und auch das Postfach ausgmistet, so bleibt nichts mehr als Langeweile oder private Beschäftigung.
Das Boreout-Syndrom hat recht eindeutige Anzeichen und körperliche Auswirkungen, die sich wie bei jeder anderen psychischen Störung auf Körper und Seele auswirken. Es sind nicht die ständigen Kopfschmerzen, das nicht Abschaltenkönnen oder die Überbelastung, sondern viel simplere dennoch schwerwiegende Symptome, wie schon genannt, die tägliche Langeweile, das Suchen von Aufgaben selbst wenn sie eigentlich nicht nötig sind, das Vorspielen von Beschäftigung und Überbelastung.

Deutliche Anzeichen eines Boreouts

  • Antriebslosigkeit
  • Desinteresse
  • Müdigkeit
  • Niedergeschlagenheit
  • Schlafstörungen und
  • Pessimismus

Arbeits- und Privatleben leiden unter dem Boreout
Das Schlimme daran ist außerdem, dass sich diese missmutige und depressive Grundstimmung nicht nur auf den Arbeitsplatz beschränkt. Im Gegenteil, auch im Privatleben fühlen sich Betroffene unnütz und schlecht. Ärzte diagnostizieren ein Boreout selten und sind wegen der Häugigkeit des Auftretens eher auf ein Burnout gefasst. Das liegt einzig und allein daran, dass das Boreout-Syndrom noch lange nicht ausreichend erforscht ist und zudem kaum einer gerne zugibt, dass er sich tagein – tagaus langweilt und keine interessante Tätigkeit ausübt. Trotzdem sollte ein Arzt aufgesucht und offen mit ihm über die Symptome und Umstände gesprochen werden.

Fehlannahme: Nur durch viel Stress wird man krank
Zwar bemerken die meisten, dass es Probleme gibt und irgendetwas falsch läuft, doch herrscht in unseren Köpfen noch immer die Fehlannahme, dass solche Stimmungen nur durch großen körperlichen oder seelischen Stress ausgelöst werden, was in diesem Fall nicht zutrifft. Richtig ist, dass zu wenig Stress, das Gefühl nicht gebraucht oder gefordert zu werden ebenfalls schlecht ist. Qualitative sowie quantitative Unterforderung verursachen über kurz oder lang ein Boreout.
Die Lösung liegt dabei so nahe, es ist nichts Falsches dabei sich mit seiner Unterforderung an den Chef zu wenden, um um weitere, neue oder weitere Aufgabenbereiche zu bitten. Vielleicht gibt es einen anderen Kollegen, der in Arbeit untergeht oder der Chef selbst kann Arbeit sowie Verantwortung abgeben.

Manchmal hilft nur der Jobwechsel
Und hilft das alles Nichts, so hilft manchmal nur ein neuer Job, denn ein psychisches Leiden und körperliche Krankheit wegen Langeweile auf der Arbeit sollte niemand ertragen müssen. Ob es sich um ein Burn- oder Boreout handelt, Depressionen oder andere Dinge, eines ist klar, wir haben es selbst in der Hand und müssen nur lernen die Anzeichen frühzeitig zu erkennen, zu interpretieren und zu handeln.

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