Wer Employer Branding sagt, muss auch Personal Branding sagen. Beschäftig sich erstere mit der Bildung einer Arbeitgebermarke von Seiten der Unternehmen her, um sich bei potentiellen und bestehenden Mitarbeitern zu positionieren, geht es beim Personal Branding um die Eigenvermarktung von Arbeitnehmern.
Dabei handelt es sich bei diesem Phänomen um eine Entwicklung, die uns das Internetzeitalter beschert hat, oder um genau zu sein, das sogenannte Social Web und die damit verknüpften Social Media. Jeder ist online und dabei lange nicht mehr anonym, dank StudiVZ, Facebook, Twitter, Youtube, Delicious und wie sie alle heißen. Alle tun ihre Meinung kund, posten Kommentare, Bilder, Videos und Links, auf die jeder Freund, Follower und Fan zugreifen kann oder gleich der ganze Rest der Welt.
Bei diesen Mengen an Daten, die wir Tag für Tag im Internet hinterlassen, ist es natürlich nicht verwunderlich oder viel mehr logische Konsequenz, dass es auch Personaler und Headhunter in diese digitale Parallelwelt verschlägt. Denn nichts liegt näher, als Bewerber und interessante Arbeitnehmer schon vorab mal „auszuchecken” und nachzuschauen, wie diese sich denn online präsentieren. Ein Geheimnis daraus macht keiner – wer sich selbst in einem ungünstigen Licht präsentiert, ist heute einfach selbst Schuld.
Aber es reicht nicht, einfach nur darauf zu achten, dass man nur auf den richtigen Bildern verlinkt, in den richtigen Gruppen Mitglied ist, die richtigen Freunde hat und die richtigen Kommentare schreibt – nein!
Jochen Mai beispielsweise gibt auf seinem Blog Karrierebibel und bei dem Magazin WirtschaftsWoche eine Menge Tipps, auf was es ankommt und was man unbedingt beachten sollte, wenn man sich online profilieren möchte. Auf der Karriereplattform Xing beispielsweise gibt es tausend Dinge, die man beim Ausfüllen des persönlichen Profils falsch machen kann, angefangen mit dem Foto – schaut man auf dem Portrait nach links, also an den Rand des Browserfensters, anstelle nach rechts in das eigene Profil hinein, ist man schon mal schlecht dran. In den Bereichen „Ich suche” und „Ich biete” einfach nur ein paar Standardfloskeln runter zu leiern, die vermutlich auch bei 97% aller anderen Nutzer aufgezählt werden, ist eine weitere Sünde, die man unbedingt vermeiden sollte. Hier heißt es: Tatsächlich mal kreativ werden und auffallen – aber positiv!
Natürlich gilt es auch, die Selbstdarstellung in sämtlichen anderen Social Media Kanälen zu optimieren und diese miteinander zu vernetzen. So kann man es schaffen, eine digitale Eigenmarke zu generieren, die bei den Leuten, auf die es ankommt, positiv aufgenommen wird – und genau das versteht man unter Personal Branding.
Heather R. Huhman vom Personal Branding Blog gibt eine Reihe hilfreicher Tipps, wie man seine eigene, persönliche Marke entwickeln kann. Sie betont dabei, dass diese vor allem aus einem Grund so enorm wichtig ist: Wir haben dadurch die Möglichkeit, uns vom Rest der Welt abzuheben und dem potentiellen, zukünftigen Arbeitgeber so genau zu zeigen, warum gerade und ausgerechnet wir die absolut richtige Besetzung für eine Stelle sind und niemand sonst.
Ein erster Schritt ist es, zunächst einmal eine Reihe von Fragen für sich selbst zu beantworten, wie beispielsweise
- Was möchte ich erreichen?
- Wo möchte ich arbeiten?
- Was sind meine Fähigkeiten, Qualifikationen, Stärken, Ziele?
- Was motiviert mich?
- Welche Bedeutung hat Erfolg für mich?
- Wie will ich auf andere wirken?
Sind diese Punkte geklärt, kann man dazu übergeben, einfach zu ermitteln, was andere über einen denken und wie man denn tatsächlich von Kollegen oder Freunden wahrgenommen wird. Die daraus resultierenden Charakteristika sollten unbedingt in die Personal Brand mit einbezogen werden, genauso wie persönliche Interessen und Leidenschaften.
Durchläuft man diese beiden Phasen, hat man eine solide Basis für die tatsächliche Gestaltung der Personal Brand im Social Web, an der man sich immer gut orientieren kann.
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[...] In Zeiten, in denen auch die Begriffe Employer Branding und Personal Branding zählen, muss sich ein Unternehmen auch in diesem Bereich ein gewisses Standing verschaffen. So werden qualifizierte und engagierte Fach- und Führungskräfte ganz von selbst zu den Arbeitgebern gehen, deren Werte und Versprechen sie vertrauen können. (Mehr dazu in unseren beiden Artikeln: Employer Branding: Die besten MitarbeiterINNEN für das eigene Unternehmen & Personal Branding – Was, warum, wie? ) [...]